Herzlich willkommen in unserer Kirchengemeinde Korb

 

 

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Impuls zum 24.01.2021 - 3. Sonntag nach Epiphanias

William Blake, 1795 (Wikimedia Commons)

„Wo du hingehst, da will ich auch hingehen;
wo du bleibst, da bleibe ich auch.
Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.
(...) nur der Tod wird mich und dich scheiden.“  
Rut 1,16f.

 

Ein Treueschwur begleitet uns in diese Woche – ein Spruch, den sich viele Hochzeitspaare als Trauspruch aussuchen. Und das ist auch passend: „Was auch immer kommen mag, wollen wir gemeinsam bestehen“, bedeutet dieser Spruch und so steht er auch als Leitstern über vielen Ehen.

Doch war die Situation dieser Worte, wie sie die Bibel erzählt, alles andere als romantisch: Von der Schwiegertochter Rut zur Schwiegermutter Noomi gesprochen, nachdem ihre beiden Ehemänner verstorben waren – zwei Frauen allein und kinderlos als Witwen in einer von Männern bestimmten Welt.

Doch eben da berühren die Worte Ruts zutiefst:
Zwei zutiefst in Not geratene Menschen beschließen, gemeinsam den Verhältnissen zu trotzen. Sie haben nur sich - und ihre Beziehung muss die Sicherheit einer Ehe ersetzen. Sie muss die Fürsorge einer Ehe ersetzen. Das wird nicht einfach, das wissen beide. Aber sie wollen zusammenhalten und wenigstens sich gegenseitig haben.

Zwei Frauen aus verfeindeten Völkern, aus Israel und Moab, stehen so zusammen zwischen Ländergrenzen und den Grenzen in den Köpfen der Menschen. Sie versprechen sich, immer füreinander da zu sein. Gemeinsam auch gegen die Anfeindungen zusammenzuhalten, die sie zu erwarten haben. Die Kraft dieser beiden Frauen hat eben jene Grenzen überwunden: Die Grenze von einer Nation zur anderen und die Grenzen in den Köpfen der Menschen. Ihre Geschichte räumt mit einer ganzen Menge von Vorurteilen auf, in denen es sich bequem leben lässt, und die damals wie heute in noch zu vielen Köpfen stecken:

Dass Männer stark und Frauen hilflos sind – Noomi und Rut zeigen uns das Gegenteil.  
Dass die Zugehörigkeit zu einer Nation oder zu einer Religion das Entscheidende ist – Die Geschichte von Rut erzählt etwas anderes.

Das, was zwischen den beiden wirklich stark war, das war die Beziehung, das Vertrauen, das Sich-Aufeinander-Verlassen-Können. Und genau darin spielt dann Gott eine Rolle:

Überall dort, wo Menschen sich bedingungslos aufeinander einlassen, da ist Gott nicht weit.
Wo Menschen sich wirklich in Not und Freude begleiten und sich nicht loslassen, da können sie sich auf Gott berufen. Wo sich Menschen auch von den Fehlern, den Unzulänglichkeiten, den schwierigen Seiten des anderen nicht abhalten lassen, wo Menschen den anderen lieben wie sich selbst überall da ist Gott selbst dabei.

Und Gott war es eben schon immer egal, ob die eine aus Moab kommt und der andere aus Israel, ob einer ein Flüchtling ist und der andere immer schon hier lebt, ob im bisherigen Leben der eine ein praktizierender Christ und die andere eine zweifelnde Atheistin, oder Jüdin, oder Muslima war: Daraus, dass Menschen nicht ihren eigenen Vorteil, sondern die Not der anderen im Sinn haben, kann Gott Großes machen. Gott selbst ist viel größer als wir ihn uns vorstellen können. Viel größer als alle Grenzen, die wir in unseren kleinen Köpfen für ihn zurechtbasteln.

Und so ergeht es auch Rut – gegen alle Wahrscheinlichkeit, gegen alle Engstirnigkeit der Israeliten, gegen alle Engstirnigkeit auch der Glaubens- und Grenzenverwalter unserer Tage – Rut wird eine große Frauenfigur in Israel.  Sie wird die Urgroßmutter von König David und die Ahnmutter Jesu (Mt 1,5).  

Rut ist Vorbild: als Frau, als treue und zuverlässige Freundin, als jemand, die die Grenzen überwindet, die Menschen ihr ziehen wollen. Dass Gott sehr deutlich auf ihrer Seite steht, das spricht eben gerade gegen all diese Grenzen.

Gehen Sie gesegnet und behütet in diesen Tag und diese Woche!
Ihr Vikar Benjamin Häfele

  

Aufgrund der aktuellen Situation kann leider zurzeit keine Kinderkirche stattfinden. Aber unter 

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gibt es jeden Sonntag einen digitalen Kindergottesdienst. Herzliche Einladung dazu!

Gemeindeübergreifender Sonntagsimpuls im Kirchenbezirk Waiblingen

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So, 24.01.2021

  • Meldungen aus der Landeskirche

  • 27.01.21 | Zum 150. Geburtstag von Max Mayer-List

    Der Prälat Max Mayer-List stand in der Zeit des Kirchenkampfes in Württemberg an der Seite des Landesbischofs Theophil Wurm. 1934 unternahm der deutschchristliche Reichsbischof unter einem Vorwand der Versuch, die Kirchenleitung zu entmachten.

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    In einem Bischofswort zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar erinnert Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July an die Opfer der Nazi-Ideologie und betont die Bedeutung der Religions- und Meinungsfreiheit.

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  • 25.01.21 | Begegnung schützt vor Antisemitismus

    2021 feiert Deutschland 1700 Jahre jüdisches Leben auf dem Gebiet des heutigen Deutschland. Aus diesem Anlass wirbt Jochen Maurer, landeskirchlicher Pfarrer für das Gespräch zwischen Christen und Juden, für mehr Kontakte zur jüdischen Kultur.

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